Viele Menschen in meinem Bekanntenkreis nutzen die Möglichkeit, aus ihren Fotos schöne Fotobücher zu machen. Auf meine Frage, welchen Dienst sie dazu verwenden, erhalte ich meistens die gleichen Antworten. In der Regel werden die üblichen zwei, drei bekannten Anbieter, oder die nächste Filiale eines Discounters genannt. Erwähne ich dann Blurb als mögliche Option, heißt es „noch nie davon gehört“. Bis vor wenigen Jahren ist es mir allerdings auch nicht anders ergangen.


Meine erste Bekanntschaft mit Blurb

Das erste mal habe ich von Blurb erfahren, als mir ein Freund ein Buch seines Vater in die Hände drückte. Dabei handelte es sich nicht um ein klassisches Fotobuch, sondern um eine biographische Arbeit, die viele Fotos und Abbildungen von Briefen enthielt. Die hohe Qualität beeindruckte mich, da Verarbeitung und Haptik eher auf ein professionell verlegtes Buch schließen ließen, als auf ein selbst erstelltes.

Was ist Blurb und was nicht?

Wieso viele meiner Bekannten Blurb nicht kennen, liegt wahrscheinlich daran, dass es sich dabei nicht um einen klassischen Fotobuch-Dienst handelt. Selbstverständlich können (und sollen) Sie Ihre privaten Fotobücher bei Blurb produzieren lassen! Blurb bietet sich auch für professionelle Interessenten an, die beispielsweise einen eigenen Bildband, ein Kochbuch oder eine Firmenpräsentation erstellen möchten. Dies ist natürlich nur mit einem entsprechend hohen Qualitätsstandard sinnvoll.

Grundsätzlich bietet Blurb alles, was andere Fotobuchanbieter auch haben. Sie können ihr Fotobuch online oder mit der kostenfreien Software auf Ihrem PC erstellen. Dabei haben Sie viele professionelle Layouts zur Verfügung. Neben Fotobüchern können Sie beispielsweise auch Portfoliobücher, Zeitschriften, aber auch Planer und persönliche Notizbücher(!) und vieles mehr erstellen.

Was ich persönlich sehr schätze ist, dass ich mein Fotobuch auch als hochwertige PDF-Datei (nicht nur als Vorschau) herunterladen kann. Damit habe ich eine digitales Backup, falls dem echten Buch einmal was passieren sollte. Diesen Dienst lässt sich Blurb zwar bezahlen, aber die drei Euro (habe ich letztens für ein ca. 100-seitiges Buch bezahlt) ist mir das allemal Wert. Bei anderen Anbietern ist dieser Dienst in der Regel nicht verfügbar.

Wenn Sie Ihrer Kreativität gänzlich freien Lauf lassen und Ihr Buch gerne mit Ihrer eigenen Software (zum Beispiel mit Scribus oder Adobe-Produkten) produzieren möchten, ist auch das kein Problem. Bei Blurb können Bücher auch aus PDF-Vorlagen erstellt werden. Dies erfordert etwas mehr technisches Wissen, als die Verwendung der Standardsoftware, aber wenn Sie sich sowieso mit DTP befassen, müssen Sie sich nicht an ein zusätzliches Programm gewöhnen.

Sie können ein von Ihnen erstelltes Buch auch über Blurb verkaufen. Dabei müssen Sie nicht viel mehr tun, als den von Ihnen gewünschten Verkaufspreis zu nennen und das Buch zum öffentlichen Verkauf anbieten. Alles andere läuft automatisch.

Wenn Sie sich vorab einen Eindruck von den verwendeten Materialien (Papier, Einband, …) machen möchten, so können Sie sich gegen ein geringes Entgelt (das Ihnen bei Ihrer Bestellung wieder gutgeschrieben wird) eine Musterkollektion (Blurb Swatch Kit) zukommen lassen. Dadurch bestellen Sie nicht die Katze im Sack und wissen, was Sie erwarten können.

Nach all dem Lob noch ein paar Worte dazu, was Blurb nicht ist. Nun, Sie können keine Tassen, T-Shirts, Fotos oder sonstige Utensilien erstellen lassen. Blurb konzentriert sich ausschließlich auf die Produktion von Buchprodukten — und das ist auch gut so.

Was kostet ein Fotobuch bei Blurb?

Hohe Qualität hat selbstverständlich auch ihren Preis. Dieser — und das ist meine persönliche Meinung — ist durchaus gerechtfertigt. Allerdings darf ich sagen, dass Blurb preislich mit den mir bekannten üblichen Anbietern absolut mithalten kann.

Bei Blurb kostet die Softcover-Ausführung, 20 x 25 cm (das entspricht grob A4) mit 20 Seiten auf Premiumpapier (glänzend oder matt) knapp EUR 23,- (Stand 03/2014). Das selbe in Leinencover mit Buchumschlag gibt’s um rund EUR 33,-, mit bedrucktem Hardcover um zirka EUR 34,-. Jede weitere Seite kostet EUR 0,20.

Das sind Preise, die im Rahmen dessen liegen, was auch beim Discounter um die Ecke bezahlt werden muss.

Meine persönliche Erfahrung mit Blurb

Das erste Buch, das ich bei Blurb bestellt hatte, war das Fotobuch zu meiner Hochzeit. Entsprechend wichtig war mir, dass die Qualität absolut in Ordnung sein muss. Blurb hat meine Erwartungen voll erfüllt und mich begeistert. Ich werde auch zukünftig auf Blurb setzen.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich auch Fotobücher bei anderen Anbietern habe machen lassen. Mit keinem davon habe ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht! Aber Blurb gefällt mir bisher am besten. Die Möglichkeit, Materialmuster zu erhalten, oder das erstellte Buch als PDF kaufen zu können, sprechen für die Professionalität des Dienstes.

Fazit

Wenn Sie gerade ein Fotobuchprojekt planen und gerne mal einen neuen Anbieter ausprobieren wollen, sehen Sie sich Blurb an. Ich bin mir sicher, sie werden es nicht bereuen. Auch wenn Sie nur Inspiration für Ihr Projekt suchen, schmökern Sie ein wenig auf deren Internetseite, es gibt viel zu entdecken.

Links

Anmerkung: Nach dem Durchlesen dieses Beitrages sieht das für mich wie eine Werbeveranstaltung aus … ich möchte darauf hinweisen, dass ich dafür nicht gesponsert werde, sondern hier meine tatsächliche Begeisterung zum Ausdruck bringe 😉

Beitragsbild: iStockphoto, jacek_kadaj

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