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Im nunmehr fünften Beitrag zum Erstellen eines WordPress-Testservers wird phpMyAdmin installiert. phpMyAdmin ist eine Benutzeroberfläche für die MySQL-Datenbank. Damit kann recht einfach die für die Installation notwendige Datenbank erstellt und — bei Bedarf — bearbeitet werden.

Verzeichnisberechtigungen anpassen

Bevor phpMyAdmin installiert wird, sollte überprüft werden, ob PHP funktioniert. Dazu wird ein PHP-Skript erstellt und über den Browser aufgerufen. Das Skript muss im Verzeichnis /var/www abgelegt werden. Auf dieses Verzeichnis hat der bei der Installation des Betriebssystems angelegte Benutzer (in meinem Beispiel war das der demouser) allerdings nur lesenden Zugriff. Das Verzeichnis gehört dem Benutzer root und der Gruppe root. Dies ist zu sehen durch Eingabe von

demouser@WordPressDemo:~$ ls -alh /var/www

Da es später auch notwendig sein wird, weitere Unterverzeichnisse und Dateien in /var/www anzulegen und zu bearbeiten, gebe ich dem demouser die nötigen Berechtigungen. Dies geschieht einfach durch den Befehl

demouser@WordPressDemo:~$ sudo chown demouser:www-data /var/www

(möglicherweise Passworteingabe notwendig). Der Befehl bewirkt, dass der Besitzer des Verzeichnisses /var/www auf den Benutzer demouser und die Benutzergruppe www-data geändert wird. chown steht für change owner. Damit auch alle zukünftig erstellten Inhalte der selben Benutzergruppe zugeordnet werden, wird noch

demouser@WordPressDemo:~$ sudo chmod g+s /var/www

nachgeschickt.

Durch erneute Eingabe von

demouser@WordPressDemo:~$ ls -alh /var/www

werden die Änderungen sichtbar.

Verzeichnis konfigurieren

Verzeichnis konfigurieren

 

Funktion von PHP überprüfen

Nun muss das PHP-Skript erstellt werden. Dazu wird der Texteditor mit dem Namen der zu erstellenden Datei aufgerufen:

demouser@WordPressDemo:~$ nano /var/www/index.php

und folgende Zeile eingetragen:

<?php phpinfo(); ?>

PHP-Skript erstellen

PHP-Skript erstellen

Mit Strg+O wird die Datei gespeichert und mit Strg+X der Editor geschlossen.

Im Broswer des Hostrechners kann die erstellte Datei mit http://wordpressdemo/index.php aufgerufen werden. Sie zeigt einige Informationen zum System an.

PHP-Infoseite

Detailliert: Die Ausgabe der PHP-Infoseite

 

phpMyAdmin installieren

Wenn bisher alles geklappt hat, kann nun phpMyAdmin installiert werden. Dabei handelt es sich um eine Administrationsoberfläche zur Verwaltung der MySQL-Datenbank. Die Installation erfolgt ganz einfach mit dem Befehl abt-get, der schon in Teil 3 [/todo: Link] zum Update des Servers verwendet wurde. Die Syntax lautet:

demouser@WordPressDemo:~$ sudo apt-get install phpmyadmin

Die Frage Möchten Sie fortfahren [J/n]? sollte mit J beantwortet werden. Dann startet die Installation und kurz darauf wird nachgefragt, welcher Webserver für den Betrieb von phpMyAdmin konfiguriert werden soll. An dieser Stelle wird apache2 (durch Drücken der Leertaste) ausgewählt und mit Ok bestätigt.

Webserver für phpMyAdmin auswählen

Webserver für phpMyAdmin auswählen

Die darauf folgende Frage, ob die Datenbank automatisch für phpMyAdmin konfiguriert werden soll, muss mit Ja bestätigt werden.

Datenbank für phpMyAdmin konfigurieren

Datenbank für phpMyAdmin konfigurieren

Nun muss, sofern in Teil 2 ein Passwort für die MySQL-Datenbank festgelegt wurde, dieses eingegeben werden.

MySQL-root-Passwort eingeben

MySQL-root-Passwort eingeben

Im nächsten Bild kann/soll ein Passwort für den Benutzer phpmyadmin angelegt werden. Dieses Feld kann auch frei gelassen werden, dann wird ein zufälliges Passwort erzeugt.

MySQL-phpmyadmin-Passwort festlegen

MySQL-phpmyadmin-Passwort festlegen

Das Passwort muss, wie jedes neue Passwort, nochmals bestätigt werden.

MySQL-phpmyadmin-Passwort bestätigen

MySQL-phpmyadmin-Passwort bestätigen

Kurz darauf ist die Installation abgeschlossen und phpMyAdmin kann durch Eingabe von http://wordpressdemo/phpmyadmin im Browser des Hostrechners aufgerufen werden.

phpMyAdmin-Startseite

phpMyAdmin-Startseite

 

Fazit und Ausblick

Im fünften und vorletzten Teil meiner Beitragsreihe zum Thema WordPress-Testserver wurden die letzten Vorbereitungen für die Installation von WordPress getroffen. Dies umfasste das Anpassen der Berechtigungen für das Webverzeichnis, das Überprüfen der korrekten Funktion von PHP und das Installieren des Datenbank-Administrationswerkzeugs phpMyAdmin. Für den nächsten und letzten Teil der Serie bleiben somit nur mehr das Vorbereiten der Datenbank und das Installieren von WordPress übrig.

Die Beitragsreihe im Überblick

Beitragsbild: iStockphoto, lucato

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